Dank eines neuen Verfahrens kann der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) das zukünftige Fahrgastaufkommen genauer und frühzeitig einschätzen. Die Methode liefert ein sehr effizientes Ergebnis, wie erste Tests gezeigt haben.
Entwickelt wurde das Verfahren von der Zürcher Firma SMA und Partner AG, welche sich im Bereich der Unternehmens-, Verkehrs- und Betriebsplanung auf die Eisenbahn-Betriebsplanung und -Angebotsplanung spezialisiert hat. Die Firma ist auch Entwicklerin der Fahrplan-Planungssoftware “Viriato”, über welche ich bereits im Artikel “Die SBB ist ein Hightechbetrieb” geschrieben habe.
Mit dem neuen Verfahren kann der ZVV seine Fahrpläne und Fahrplankonzepte basierend auf den bestehenden Daten bewerten und durchspielen und erhält gleichzeitig auch Aussagen über die zukünftige Nachfrage. Dabei werden das Fahrplansystem “Viriato” und ein geographisches Informationssystem (GIS) zu Hilfe gezogen.
Durch das Verschmelzen dieser beiden Systeme kann das Fahrgastaufkommen relativ genau vorhergesehen werden, wie ein erster Test zeigte. Bei diesem Test wurde das neue Verfahren rückwirkend auf die Fahrpläne von 2002 und 2005 angewendet. Die Ergebnisse stimmten mit dem in der Wirklichkeit festgestellten Zuwachs an Personenkilometern mehrheitlich überein.
Es ist meiner Ansicht nach nicht auszuschliessen, dass dieses System bald auch landesweit eingesetzt werden kann.
Jedoch kann man auch mit modernster Technik nicht verhindern, dass einzelne Züge an ihre Kapazitätsgrenzen stossen und es zu Stehplätzen kommen kann. Wirklich gelöst werden können diese “Extremfälle” nur durch den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur und genügend finanzielle Mittel.
Quelle: newstix
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