So schnell wie ein Flugzeug und in 12 Minuten von Zürich nach Bern! Welcher Pendler (oder auch andere Fahrgast) träumt nicht davon? Swissmetro will es ermöglichen und somit die Kapazitätsengpässe auf dem Schweizer Schienennetz beseitigen oder zumindest reduzieren.

In einem halben Jahr bereits könnte mit dem Bau der Swissmetro begonnen werden; grosse Firmen wie ABB, Alstom und die ETH sind in das Projekt involviert. Doch die Betonung liegt auf könnte, denn der Schweizer Wirtschaft fehlt es an Mut. 50 Mio Franken wurden bisher in die Swissmetro investiert, doch es scheint, als wird es noch Jahrzente dauern, bis sie realisiert wird. Falls sie jemals realisiert wird.

Auch in der Öffentlichkeit ist das Projekt höchstens unter Eisenbahn- und ÖV-Fans bekannt. Was nicht zuletzt auch ein Verschulden der Swissmetro AG selbst ist, welche einfach viel zu wenig unternimmt, um das Projekt bekannter zu machen und ihre Homepage nur alle paar Monate auf den neusten Stand bringt. (Beispiel: Am 20.08.07 erschien im St. Galler Tagblatt ein grösserer Artikel über das Projekt, doch bis heute wird der Artikel nicht auf der Presseschau auf swissmetro.ch aufgeführt.)

Auch nutzt die Swissmetro AG die heutigen Social-Media-Möglichkeiten viel zu wenig, um bei der jungen Bevölkerung bekannt zu werden. Schade, denn das Projekt ist natürlich absolut genial! In Zeiten des Klimawandels ist ein Verkehrsmittel, welche über folgende Eigenschaften verfügt, absolut passend:

  • lautlos
  • kein CO2-Emmissionen
  • keine Abgase
  • schont die Landschaft

Die Swissmetro könnte bei den kommenden und teilweise bereits heute schon bestehenden Schienenverkehrs-Engpässen Abhilfe schaffen und Auto-Staus vermindern. Die Haltestellen werden direkt unter die bestehenden SBB-Bahnhöfe gebaut, so dass ein Umsteigen problemlos möglich wäre. Doch wie schon gesagt: Leider wagt sich die Wirtschaft nicht an diese Herausforderung.

Denken wir doch mal zurück. Als es um den Bau des Gotthard-Tunnels ging (1882) oder um die Jungfraubahn (1912). Wie gross war damals das Geschrei der Leute, welche sich nicht mit diesen Projekten anfreunden konnten? Und wo wären wir heute, hätten wir auf diese Menschen gehört? Das gleiche gilt für die Swissmetro. Der Nutzen dieser Magnetschwebebahn für die Wirtschaft und die Bevölkerung ist gigantisch und die Schweiz würde wirtschaftlich und touristisch an Bedeutung gewinnen.

Um der Bevölkerung und nicht zuletzt auch der Wirtschaft zu zeigen, dass die Swissmetro ein realistisches Projekt ist, plant sie nun, im Versuchsstollen Hagerbach (Flums / Sargans) ein Stück Swissmetro-Tunnel im Massstab 1:1 zu bauen. Mit Hilfe einer Modellkabine im Tunnel soll man dann das magnetische Schweben testen können. Das unter dem Namen “Setup-Mini” laufende Projekt soll in einem Jahr fertig sein. Der Churer Bauingenieur Rudolf Mettler erklärt, dass man den Hochgeschwindigkeitszug bisher nur virtuell habe besichtigen können. Von der realen Demonstration des Systems erhofft man sich eine grössere Überzeugungskraft. So soll nun allen Skeptikern bewiesen werden, dass die Swissmetro machbar ist.

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Die Swissmetro würde übrigens höchstwahrscheinlich durch einen Computer gesteuert verkehren. Ein Pilot wäre also nicht vonnöten. Jedoch ist vorgesehen, auf jedem Zug einen Begleiter einzusetzen (Betreuung der Fahrgäste, Ticketkontrolle o.ä.). Ein Job, auf den ich mich mit Sicherheit bewerben werde. :)