60% der Züge durch Bahnpolizei begleitet
Das sind doch mal gute Nachrichten! Anscheinend plant die SBB, ab nächstem Jahr 60% aller Fernverkehrszüge durch die Bahnpolizei begleiten zu lassen. Ausserdem wird die Bapo in Zukunft keine eigene Einheit unter dem SBB-Dach mehr sein, sondern in die gleiche Einheit wie das Zugpersonal wechseln: Personenverkehr Kundenservices
Diese 60% sind ein hochgestecktes Ziel! Natürlich wird die Bahnpolizei die Züge nicht während der ganzen Strecke begleiten, Ziel soll es jedoch sein, auf 60% aller Fernverkehrszüge mindestens ein Teilstück mitzufahren. Peter Lehmann (Leiter Kundenbeziehungen und Services SBB) will ausserdem, dass sich die Bahnpolizei auf ihre eigentliche Aufgabe konzentriert: Unterstützung des Personals auf den Zügen. Zu oft waren Bahnpolizisten in Bahnhöfen oder sogar auf Bahnhofplätzen aktiv; Plätze, welche eigentlich von der Stadtpolizei / Kantonspolizei “betreut” werden müssten… Da diese jedoch oft nicht vor Ort sind, übernahm die Bahnpolizei diese Aufgaben, um den Kunden ein annäherndes Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
Den Entscheid, die Bahnpolizei nun vermehrt auf den Zügen zu positionieren, finde ich toll! Ich bin überzeugt, dass sich die Vandalismus-Schäden dadurch stark reduzieren lassen und wir weniger Personen antreffen, die ohne Billett, ohne Geld und ohne Ausweispapiere quer durch die ganze Schweiz fahren wollen und als Rechnungsadresse gleich das Sozialamt angeben.
Solange diese Nachricht von der SBB nicht offiziell bestätigt wird, muss sie wohl noch als “Gerücht” angesehen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass demnächst eine Medienmitteilung erscheinen wird. Das Projekt soll angeblich unter dem Namen “BapoAvenir” laufen.
