In der Baselllandschaftlichen Zeitung bz erschien vergangene Woche ein Artikel über Suizide auf Bahngeleisen. In der Einleitung geht es um einen traumatisierten SBB-Kunden, welcher den Anblick einer verstümmelten Leiche mitansehen musste. Der Kunde aus Gelterkinden, welche in der Zeitung namentlich genannt wird, sass im “Flirt” mit Ziel Basel.
Als der Zug in einem Bahnhof hielt und er aus dem Fenster schaute, sah er einen “verstümmelten, nackten Körper”. Es sei ein grauenhafter Anblick gewesen, sagt er. Und er trage das Bild immer noch gedanklich mit sich herum. Ausserdem verstehe er nicht, warum die vielen SBB-Mitarbeiter welche das Areal absperrten, die Leiche nicht sofort zugedeckt haben.
Die SBB hat nicht das Recht, am Unfallort etwas zu verändern. Würde ich an einem Unfallort auch nur das kleinste Detail verändern, könnte ich mich schlimmstenfalls strafbar machen. Und wer ist schon gerne vorbestraft. Wir müssen die Polizei verständigen, deren Aufgabe es dann ist, den Unfallort zu sichern und die Leiche abzudecken. Auszug aus der bz:
“Unmittelbar nach dem Notruf wird via Alarmzentrale eine Polizeipatrouille aufgeboten”, sagt Meinrad Stöcklin, Sprecher der Baselbieter Polizei. Während die SBB für die Umlenkung des Bahnverkehrs verantwortlich ist, übernimmt die Polizei die Koordination mit weiteren Stellen wie Sanität, Feuerwehr, Kriminaltechnik oder Rechtsmedizin, stellt die Identität der Leiche fest und verständigt die Angehörigen. Ist der Unfallort gesichert, ermitteln Polizei und Statthalteramt den Ablauf des Ereignisses.
Suizide auf Schweizer Bahngeleisen (nur Suizide, Unfälle gehören hier nicht dazu) geschehen im Schnitt einmal täglich. Die bz schreibt, dass der Abschnitt zwischen Bern und Münsingen bei den SBB-Lokführern gefürchtet ist, weil sich dort neben der offenen Strecke eine Psychiatrische Klinik befindet. Ähnlich in Liestal. Bei den Ostschweizer Bähnlern ist auch Bad Ragaz – Maienfeld gefürchtet, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Hier kam es alleine dieses Jahr zu mehreren Personenunfällen.
Von einem traurigen Erlebnis weiss auch Chris zu berichten, welcher am Dienstag-Morgen folgenden Artikel schrieb: Und manchmal sind Bahnfahrten einfach nur traurig…
Lest in den Kommentaren zu seinem Artikel auch die Stellungnahme der betroffenen Zugbegleiterin.
Bevor die Frage in den Kommentaren kommt: Nein, ich hatte bisher das Glück, in keinen Suizid direkt involviert zu sein, fuhr aber schon öfters an einem vorbei. Jedoch musste ich schon den Notarzt oder die Ambulanz kommen lassen wegen Zwischenfällen im Zug:
- 2 mal wegen vermuteter Alkoholvergiftung (Bewusstlosigkeit, starker Geruch nach Alkohol, nicht ansprechbar)
- 1 mal wegen eines Sturzes eines älteren Herrn auf dem Weg zur Zugtoilette
- 1 mal wegen einer älteren Dame, welche in Chur die Steintreppe im Bahnhof hinunterstürzte
- 1 mal wegen einem jungen Herrn, der so unter Drogen stand, dass er nichts mehr kapierte
- 1 mal weil mein Lokführer (leider während der Fahrt) einen Kreislaufkollaps hatte
- 1 mal weil mein Zugchef bewusstlos wurde
- andere Fälle
Im Schnitt brauche ich die Ambulanz rund 2-3 mal pro Jahr.

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Einmal pro Tag einen Suizidversuch auf den schweizer Bahngeleisen? Das ist extre viel. Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich soviel ist…
Und was mich interessieren würde: Was hast du gemacht als der Lokführer den Kollaps hatte? Konnte er den Zug selbst halten? Oder hat das Sicherheitssystem gegriffen? Oder musstest du was machen?
Chris und Andreas, das mag jetzt vielleicht etwas herzlos klingen, gerade angesichts Chris’ Erlebnis. Ihr sprecht persönliche Erlebnisse an, gebt teils sogar Verhaltensregeln, begründet ein womöglich von vielen nicht verstandenes Verhalten. Das mögen Grenzfälle sein. Ich habe persönlich dagegen nichts – aber mit gutem Grund wird generell empfohlen, über Suizide sehr zurückhaltend oder gar nicht zu berichten. Von da her verstehe ich die BZ nicht. Bei diesem Thema muss man die journalistische Rolle doppelt hinterfragen: Berichte ich zu einem Thema, das von öffentlichem Interesse ist, oder folge ich dem Rat von Fachleuten und lasse es lieber? Meistens steht neben solchen Berichten “Wir wissen, dass… aber…” – Da frag ich mich aber schon: Wieso tut man es dann doch, wenn man weiss, dass…?
Zitat aus einem Presserats-Entscheid: “Berichte über den Tod eines Menschen berühren den Intimbereich. Darum müssen die Massenmedien bei Suizidfällen grösste Zurückhaltung üben. Im Zweifelsfall ist nicht zu berichten.” (Vollständigen Text lesen / Google-Links zum Thema / “Werther-Effekt”, ab Seite 3 in diesem PDF)
Ich lasse mich auch nicht weiter drüber aus, um kontroverse Diskussionen zu vermeiden und dem Thema noch mehr Gewicht zu geben. Auf den Punkt gebracht: Im Zweifelsfall lieber nichts schreiben.
@ Chris: Der Lokführer hielt den Zug an der nächstbesten Station (Däniken) an, als es ihm schwindlig wurde und er merkte, dass mit ihm “etwas nicht stimmt”. Ausserdem konnte er mich noch anrufen, um mich nach vorne zu bitten. Als ich bei der Lok war, lag er in Seitenlagerung auf dem Boden und war bei Bewusstsein. (Er hat sich absichtlich hingelegen, damit ihm bei einer Ohnmacht nichts geschieht.) Ich rief die Ambulanz. Kurz darauf wurde er ohnmächtig. Das einzige, was ich noch machte war das Anziehen der Handbremse in der Lok.
Die Ambulanz war rasch vor Ort und nahm ihn mit. Ich und die Fahrgäste warteten noch rund 20 Minuten auf einen Ersatzlokführer und danach fuhren wir weiter.
Als ich ihn ein paar Wochen darauf wieder sah, erzählte er mir, dass er damals einen “Medikantencocktail” eingenommen hätte. Ein vom Arzt verschriebenes Medikament und einen ganz harmlosen Hustensirup. Im Spital hat man ihm gesagt, dass sich Inhaltsstoffe dieser beiden Medikanten nicht vertragen.
In Japan müssen die Angehörigen von Suizidtoten für den Aufwand der Verkehrsbetriebe aufkommen… vielleicht sollten wir das auch in der Schweiz einführen?
Ich denke nicht, dass dies eine gute Idee wäre. Die Angehörigen können ja (meistens) nichts dafür.
Sie sollten jedoch dann zur Kasse gebeten werden, wenn sie fahrlässig gehandelt haben. (Zum Beispiel: Einen nachweislich psychisch kranken Menschen nicht genügend geschützt etc.)
Stimmt, die Angehörigen können nichts dafür. Aber wieso sollten die Angehörigen nur die positiven Dinge erben? Schulden anderer Art werden auch vererbt.
Hallo Andreas und andere Interessierte !
Ja, es ist schon richtig, dass in den Medien nicht über suizide geschrieben oder gesendet werden sollte (Werther effeckt), aber dadurch hat der Stand der Lokführer (und auch Anderer, die ein Fahrzeug, gleich welcher Art führen) und ich weiss wovon ich schreibe, einen schweren Stand, bezüglich seine psychischen Beschwerden, die durch so einen Unfall eingetretten sind einem Arzt oder Begutachter von der Berufsgenossenschaft klar zu machen, weil nie nirgends was darüber in den Medien steht, also sagen viele Ärzte ( in anderen Worten natürlich), nun haben Sie sich mal nicht so mädchenhaft, das Leben geht weiter, ja sicher geht das Leben weiter, aber für seine psychische Störung braucht man Hilfe und diese bekommt man oft nicht oder nicht im ausreichender Form, ich Kämpfe seit gut 6 Jahren gegen die Berufsgenossenschaft ( gesetzliche Unfallversicherung des Arbeitgebers, in Deutschland)und die versuchen sich mit allen mitteln herauszureden, wie bei einer Kollegin, da kam in der Therapie raus, das sie auch Angst vor dunklen Räumen hat, wenn sie in diesen alleine ist, weil Ihr Bruder Sie mal als Kind im Keller eingesperrt hat, das war der Aufhänger für die Berufsgenossenschaft die Therapie, die eigendlich wegen eines Personenschadens in Gleis (Suizid), die dadurch aufgetrettenen psychischen Belastungen zu heilen, abzubrechen, die Kollegin ist heute Alkoholikerin, soviel mal dazu.
MfG, Siggi.
Hallo zusammen,
gestern Abend war ich auch zur falschen Zeit am falschen Ort, d.h. bei der Einfahrt unseres Zuges in den Bahnhof Chur schaute ich zum Fenster heraus, als der Zug 200m vor dem Bahnhof unverhofft gehalten hat. Auf dem Nachbargleis direkt neben mir lagen Leichenteile, ich gehe davon aus, dass es ein unbemerkter Suizid bei einem früher eingefahrenen Zug war.
Ich kämpfe jetzt noch mit dem Anblick, den ich nicht mehr aus dem Kopf bringe. Es beschäftigt mich auch sehr, wie ich unmittelbar miterlebt habe, wie die noch sehr junge Zugbegleiterin mit der Situation fertig werden musste. Ich gratuliere ihr für das sehr professionelle und ruhige Verhalten gegenüber den Fahrgästen und wünsche Ihr und dem Lokführer, dass sie das traumatische Erlebnis möglichst gut und schnell verarbeiten können.
An alle potentielle Suizidtäter: Bitte bedenkt trotz Euer verzweifelten Lage, welche Traumata ihr mit dieser Suizidmethode bei Menschen wie mir und erst recht dem Zugpersonal bewirkt. D.h. bitte wählt eine Suizidmethode, bei der Ihr Eure unschuldigen Mitmenschen nicht miteinbezieht.
Zum Thema, ob man drüber schreiben soll oder nicht:
1.) Mir persönlich würde es in der Bewältigung des erlebten helfen, wenn in den Medien über das Vorgefallene informiert würde, es ist ein extrem befremdliches Gefühl, so etwas Schockierendes miterlebt zu haben und dann quasi medial zu verleugnen, dass es passiert ist. Irgendwie finde ich das Gefühlsmässig nicht richtig.
2.) Die Aussage des Werther-Effekts wird meiner Meinung nach zu wenig differenziert betrachtet. Einerseits weiss heute jeder zivilsierte Mensch um das Thema Suizid, d.h. durch Veröffentlichung würde höchstens mehr bekannt werden, wieviel.., aber nicht dass… Andererseits würden sich vielleicht sogar viele potentielle Suizidtäter mehr Gedanken machen, wenn sie mal lesen würden, welche Traumata sie mit dieser Art von Suizid bei anderen Menschen auslösen und vielleicht würden sie dann eine andere Methode wählen.
3.) Ich finde es falsch, dass das Thema Suizid in den Medien so tot geschwiegen wird, denn es ist eine Tatsache, dass es extrem viele Suizide gibt, d.h. es ist ein wesentliches und grundsätzliches Problem in unserer heutigen Welt. Dadurch, dass es einfach weggeschwiegen wird, wird es mit Sicherheit nicht gelöst, eher im Gegenteil.
Grüsse
Schwendi
Hallo Andreas
Ja, inzwischen habe ich auch von diesem Unfall gehört und weiss nach Gesprächen mit Mitarbeitern auch, wie es vermutlich geschehen ist.
Zu Punkt 1: Ich sehe es genau auch so. Die Medien jedoch nehmen einerseits (vermutlich auf Wunsch der Polizei) Rücksicht auf die Hinterbliebenen und andererseits will man Nachahmer verhindern. Ich bin mir nicht sicher, ob dies der richtige Weg ist. Genau so, wie du es in Punkt 2 beschrieben hast.
Vorallem in der Schweiz haben wir international gesehen eine sehr hohe Suizidrate und ich fände es wichtig, dass man das Thema nicht tabuisiert sondern darüber spricht.
Viele Leute setzen ihrem Leben ein Ende, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Vielleicht müssen wir ihnen nur helfen, einen anderen Ausweg zu finden, so dass sie wieder in ein besseres Leben finden…
Hallo Andreas,
darf ich Dich fragen, was Du von den Mitarbeitern erfahren hast? Es würde mir irgendwie beim verarbeiten des Gesehenen helfen, den Kontext zu kennen.
Heute nacht konnte ich immerhin wieder gut schlafen, ohne das ich die ganze Zeit Leichenteile vor meinem inneren Auge sah…
Gruss
Andreas
Anscheinend hat der Lokführer eines Zuges von Chur nach St. Gallen bei der Ausfahrt in Chur “etwas holpern gehört” bzw. gespürt. In Landquart stieg er rasch aus und schaute sich die Lok mit der Taschenlampe an. Dabei konnte er aber nichts feststellen und der Zug fuhr mit einigen Minuten Verspätung weiter.
Als dann der nächste Zug von Landquart her in Chur einfuhr, sah der Lokführer den Körper auf den Schienen liegen.
Vermutlich lag die Person zuerst in einem Graben in der Nähe der Gleise und erst als der Zug schon fast auf ihrer Höhe war, sprang sie seitwärts unter die Lok oder unter den ersten Wagen, ohne vom Lokführer gesehen zu werden.
Ist noch nicht offiziell bestätigt, dass es so ablief. Aber gemäss den Angaben meiner Kollegen muss es ungefähr so gelaufen sein.
Hallo Andreas,
vielen Dank für die Informationen.
Ich sass in dem Zug, dessen Lokführer den Körper entdeckte. So wie Du es beschreibst, habe ich mir das auch zusammengereimt. Auch der Zustand des Körpers liess darauf schliessen, dass die Person seitlich unter den Zug gesprungen ist und nicht vorn vor den Zug. Der Zug fährt dort noch relativ langsam, also ist das nicht so schwierig. Immerhin hat die Person damit dem Lokführer erspart, dass er alles sieht.
Wo wird das offiziell bestätigt? Ist das eine SBB-interne Bestätigung?
Gruss
Andreas
Nein, es gibt keine offizielle SBB-Bestätigung. Wie meistens in diesen Fällen, schweigt sowohl die SBB als auch die Polizei / Presse.
Ich habe auch nur durch dich und die Kollegen von diesem Unfall gehört.
Es mag vielleicht ein wenig schräg klingen. Jeder der vor hat sich umzubringen, sollte das für sich alleine machen und dafür sorgen, dass keine Unbeteiligten involviert werden. Es ist die Entscheidung eines jeden ober leben oder sterben möchte. Ich bin mir sicher, dass niemand einen Suizid live miterleben möchte. Diese Bilder sitzen das Leben lang sehr tief und wer das schon mal mit angesehen hat weiss wovon ich spreche. Es kann ziemlich hässlich sein.
Merke: Wenn du dich umbringst, machs für dich!
(Harte Worte :( )
@ Alex:
Sehe ich genau gleich! Klar tönt es hart, aber du hast auf alle Fälle Recht.
hallo zusammen, leider hab ich es erleben mussen und habe sogar gesehen. Hab immer noch Kopfweh. Bahnhof Mutten 06.04.2009 11:15 ich hasse es.
Hallo Clarina,
das tut mir sehr leid für Dich, dass Du das mit erleben musstest. Bei mir sind die Bilder inzwischen aus meinem Kopf verschwunden, ich habe letzten November eine Selbstmörder-Leiche gesehen, aber nicht den Selbstmord selbst, was sicher nochmal einiges schlimmer anzusehen ist.
Wichtig ist, dass Du jemanden hast, mit dem Du darüber sprechen kannst. Hast Du das?
Gruss
Andreas
Genau das finde ich auch enorm wichtig: Man muss mit jemandem darüber sprechen können, um das Erlebnis zu verarbeiten.
@Andreas Schwendener am 08.04.2009 um 09:01
Vielen Dank für dini rasche Antwort. Ja, mit meine Aerztin und mein Partner kann ich reden. Oft, wenn ich ähnliche geräusche (knall) höre, kommen die Bilder wieder und werde müde. Mag kein Zug fahren und auf Hackfleisch hab ich echt kein lust mehr.
Danke Andreas Hobi
gruss
Das Problem mit dem Fleisch hatte ich auch, das hat aber schnell aufgehört. Schlussendlich ist es halt so, das wir auch aus Fleisch bestehen, ich versuchte das ganz sachlich nüchtern anzusehen.
Ich bin dann auch gleich wieder Zug gefahren, um sicher zu sein, dass ich damit kein Problem bekomme. Auch das geht wieder.
Ich hatte Probleme mit Dunkelheit, immer wenn ich etwas nicht klar erkennen konnte, sah ich Leichenteile. Das war eigentlich das mühsamste. Das hat aber auch aufgehört. Ich hab mir einfach immer gesagt, dass da kein Leichenteil liegt.
Mein “Trick” war der, dass ich versuchte, alles möglichst rational anzuschauen und nicht überzubewerten, auch mit etwas Humor. So in dem Motto: Was solls, jetzt habe ich halt zerfetztes Fleisch gesehen, mir selbst ist nichts passiert.. Das einzige was ich rational nicht nachvollziehen kann ist, wie verzweifelt man sein muss, um sich auf so brutale Weise umzubringen. Das beschäftigt mich auch heute noch.
Aber die wüsten Bilder konnte ich rational sehr gut verarbeiten. Fleisch ist Fleisch, was solls… Wenn ein Raubtier ein anderes Tier frisst, siehts auch nicht viel schöner aus. Probiers einfach mal aus mit Hackfleisch, Du wirst sehen, nach den ersten Bissen gehts wieder, es wird nichts passieren :-)
Solange die Politiker sich streiten, ob es jetzt Exit, Dignitas oder andere Institutionen gibt für den freiwilligen Siuzid, so wird es leider immer wieder solche unschönen Zwischenfälle bei der Bahn, und überall geben.
Diese Siuzidalen handeln in grösster Not. Solange wir sturen, egoistischen Menschen nur auf uns schauen und blind und taub durch die Welt laufen und kein Gespühr haben, für solche ausgegrenzten Menschen,wird es nicht anders werden.
Solange die Politiker auf dem Buckel der Schwachen sparen will und es auch tut, wird es auch nicht besser.
Nach Prognosen die ersichtlich sind, hat es in der Schweiz 40% Depressive. Und fast jeder Depressive hatte schon einmal siuzidale Gedanken gehabt.
Mir tun die Lokfürer und die Zugchefs leid, die mit solchen Sachen direkt konfrontiert werden. Einfach Abschalten und sagen, schon wieder einer, das geht nicht.
Es ist ein Mensch gewesen.
Also eine bitte an alle. Nicht die Blumen ans Grab bringen und heulen, weil wir einen Menschen so unwürdig verlohren haben.
Schenken sie diesem die Blumen und ihre Anteilnahme und Hilfe solange er lebt.
So wäre die Welt wieder etwas wertvoller und schöner, für jeden einzelnen.
Wie heisst das berühmte Gedicht?
Nur ein Lachen?
Es kostet nichts und bringt viel ein.
Es bereichert den Empfänger
ohne den Geber ärmer zu machen.
Es ist kurz wie ein Blitz
aber in Erinnerung daran ist es unvergänglich.
Keiner ist so reich,
dass er darauf verzichten könnte.
Keiner ist so arm,
dass er es sich nicht leisten könnte.
Es bedeutet für den Müden Erholung
für den Mutlosen Ermunterung
für den Traurigen Aufheiterung
und es ist das beste Mittel gegen Ärger.
Mann kann es weder kaufen noch bitten,
noch leihen, noch stehlen, denn es bekommt
erst einen Wert, wenn es verschenkt wird.
tach
heute um 20:10 ist auf der strecke olten oensingen in wangen b.o. ein suizid passiert.
war krass…aber diese sbb braucht schon viel zulange, für das das sie täglich diese erfahrung machen.
der text hier oben von ihelena solltet ihr euch mal durch die birnge gehen lassen.
die schweiz ist ein grosses deproland
jeder läuft mit gesenktem blick, mit der aussage angst von den schlägeralbanern zu haben…
ach ihr penner..jeder einzelne wie auch ich ist
verwantwortlich für jeden suizidfall.
das ist diese mentalität der schweizer.
ohne freude
ohne hoffnung
ohne familie
ohne ehre.
dafür geld
dafür prostution
dafür macht
ihr penner
Hallo amer,
ich gebe Dir insofern recht, dass es heute sehr viel Depressive gibt und dass das mit den von Dir aufgeführten Punkten zusammenhängt.
Aber erstens ist das nicht nur in der Schweiz der Fall, sondern in den meisten westlichen Ländern und zweitens ändern beleidigende Kommentare, wie Deiner, überhaupt nichts daran, dass es den Menschen besser geht. Vielleicht geht es jetzt höchstens Dir besser.
Gruss
Heute ebenfalls das erste mal in einen Unfall in liestal involviert.. zum glück nur als zug passagier und nichts gesehn.. warum können die leute nicht tabletten schlucken wenn sie sich schon umbringen wollen ? es haben alle geweint..
@ Rabentag:
Heute war – so wie ich gehört habe – eh ein “schlechter” Tag. Mindestens drei Personenunfälle alleine bei der SBB. :(
Hab mal gehört ein Lokführer der DB erlebt in seiner Karierre durchschnittlich ca. 1.7 Suizide… d.h. es muss auch welche dabei haben die 3 oder 4 erlebt haben… Was gibt ihnen die Kraft das zu überstehen?
@ rootLogin:
Die Betreuung durch den Arbeitgeber funktioniert schon sehr gut. Aber auch so ist es nicht immer einfach. Manche haben mehr, manche weniger damit zu kämpfen.
Ich weiss nicht ob das hier noch jemand liest, der letzte Eintrag ist schon älter.
Auch ich hatte heute das Erlebnis, auf dem Weg nach Hause Leichenteile beim SBB Gleis zwischen Buchs SG und Sevelen zu sehen.
Alles war sehr sonderbar:
Genau vor 1 Monat am 22.2.11 fiel der Regio Express in Folge eines Personenausfalls aus. (Gleiche Strecke).
Im Bahnhof Sargans war Polizei. Eine Mannschaft untersuchte die Lok eines Zuges mit Scheinwerfern und Fotos wurden gemacht. Viele Züge hatten Verspätung.
Als ich wieder am morgen zur Arbeit fuhr sah ich vom Zugfenster aus Blumen und Totenlichter in Nähe der Zugstrecke.
Ich dachte da wird es wohl passiert sein.
Später sah ich in der Zeitung die Todesanzeige einer jungen Frau. Das Datum und der Text passte etwa zum Ereignis.
Ich war schockiert, was hatte sie in aller Welt wohl zu so einer Wahnsinnstat gebracht?
Inzwischen ist 1 Monat vergangen, als ich bei der Arbeit war dachte ich heute ist wieder Dienstag der 22 März.
Ich erinnerte mich an den Vorfall im Februar.
Es dauerte nur einige Stunden, da kam bei DRS3 eine Meldung, dass wieder Züge ausfielen.
Ich dachte es wird doch nicht schon wieder jemand…
Ich beschloss mit dem Mofa nach Sargans zu fahren um auf dem Bahnhof dort einen Anschlusszug zu bekommen.
Bei einer Schranke sah ich dann Bahnarbeiter stehen und einen schwarzen, hohen Wagen.
Ich dachte oh, nein, mein Verdacht hat sich bestätigt, das kann doch einfach nicht wahr sein!
Beim Bahnübergang wo die Schranke unten war lag ein Schuh, Kleidungsstücke. Ein Sarg. Etwas später ein grosses Stück des toten Körpers neben dem Gleis.
Mir wurde beinahe schlecht ich fuhr weiter ohne anzuhalten.
Etwas später sah ich eine verlassene Lok auf den Schienen ohne Wagen.
Wie wenn ich es vorgeahnt hätte.
Ich dachte ob es einen Zusammenhang mit dem ersten Vorfall im Februar gibt. Womöglich ein Angehöriger welcher das Ereignis nicht verkraftet hat, da es genau am gleichen Datum wieder am Nachmittag geschah. Und nicht weit weg von dem Platz wo der Blumentopf mit dem Totenlicht steht.
Ich fürchte diese Ereignis wird mich noch länger beschäftigen.
Ich fahre schon seit 10 Jahren diese Strecke und noch nie war da was und jetzt in so kurzem Abstand.
Ich muss auch sagen ich finde einige Kommentare hier erschrecken. Was sind wir nur für eine egoistische, gefühllose, berechnende Gesellschaft von Angehörigen noch Schadensersatz zu fordern!