ÖV oder Auto? Wie man die Hälfte der Fahrkosten sparen kann!

von Andreas Hobi am 27. August 2007 · Kein Kommentar

Immer wieder merke ich, dass die Wahl des richtigen Verkehrsmittels Schwierigkeiten macht. Lohnt es sich als Stadtmensch überhaupt noch, ein Auto zu besitzen? Und wie fährt man am zeitsparendsten zu seinem Arbeitsplatz und braucht dazu auch noch möglichst wenig Geld?

Eine neue Website hilft dabei, eine Lösung zu finden. Dank ihr kann man:

  • Kosten sparen (ohne weiteres bis zu 50%)
  • Reisezeit sparen (ebenfalls bis zu 50%)
  • Die eigenen Umweltverschmutzung berechnen
  • Den Komfort-Wert der eigenen Mobilität berechnen
  • Den Sicherheitsfaktor berechnen

In 5 Schritten wird man auf der Website von mobilitaetsdurchblick.ch durch einen Fragebogen geführt. Am Schluss kann man eine kostenlose persönliche Beratung in Anspruch nehmen, bei der die Experten Tipps zum eigenen Mobilitätsverhalten geben. Es zeigt sich, dass manchmal die Bahn die bessere Variante ist und manchmal das eigene Auto oder die eigenen Füsse.

Andreas Wyler, welcher für das Projekt arbeitet, stiess so auf Haushalte, welche im Jahr bis zu CHF 12°000 sparen können, wenn diese ihr Mobilitätsverhalten umstellen.

Ein fiktives Beispiel aus der Website:

Frau Birrer und Herr Blättler ziehen vom Umland in die Stadt in die Nähe ihrer Arbeitsplätze. Sie sind unsicher, ob sich ihre beiden Autos noch lohnen, und ob sie in der Stadt schneller und gesünder unterwegs sein könnten.

Nach Beantwortung der Fragen im Online-Check erhalten Birrer/Blättlers eine Auswertung ihrer Mobiltät. Der Mobilitätsdurchblick Schweiz macht zusätzlich zwei Vorschläge:

1. Herr Blättler verkauft sein für die Stadt zu grosses Auto, legt den Arbeitsweg neu mit einem Cityroller zurück und spart Zeit und viel Geld. Frau Birrer stellt ihr Auto beiden zur Verfügung, nutzt aber für viele der täglichen Fahrten das Busnetz oder geht zu Fuss.

2. Birrer/Blättlers verkaufen beide Autos, erstehen zwei Regionalverbund-ÖV-Abos und nutzen die in der Satdt schnelleren und kostengünstigeren Verkehrsmittel Bus und Fahrrad. Kurze Strecken gehen sie zu Fuss. Um notwendige Autotransporte gleichwohl selber machen können, werden beide Kunde eines CarSharing-Anbieters.

Dadurch spart das Paar im Jahr CHF 10°800.- und 468 Stunden Fahrzeit. (19.5 Tage!) Sie gewinnen dabei an Umweltpunkten, Sicherheitspunkten und Gesundheitspunkten; müssen sich jedoch in Sachen Komfort mit weniger zufrieden geben.

Es lohnt sich also bestimmt, mal kurz bei mobilitaetsdurchblick.ch vorbeizuschauen. :)

Mein persönliches Mobilitätsverhalten sieht übrigens folgendermassen aus:

Mein Mobilitätsverhalten

Anmerken muss ich dabei jedoch noch, dass die angegebenen Mobilitäts-Vollkosten nicht stimmen. Bei der Berechnung durch mobilitaetsdurchblick.ch wurde als Basis der Preis eines 1. Klasse-GA genommen. In der Tat besitze ich ein “Mitarbeiter-GA” (FVP) für die erste Klasse, welches deutlich günstiger ist. Die wirklichen Mobiltätskosten pro Monat betragen so noch CHF 40 – 60 pro Monat (inkl. Busabo Davos etc., welche im FVP/GA nicht enthalten sind.)

Bild © skinnyde (flickr.com)

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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