SBB-Automaten stehen unter Strom

von Andreas Hobi am 24. August 2007 · 1 Kommentar

Immer mal wieder werde ich im Zug gefragt, wie denn unsere modernen Billettautomaten genau funktionieren. Daher für alle Leser, welche sich für das Funktionsprinzip der SBB-Billettautomaten interessieren, hier eine kurze Erklärung:

BATS© Foto SBB

Die Platte, welche über dem Bildschirm liegt, ist auf der Vorder- und Rückseite mit hauchdünnem stromleitenden Material beschichtet. Auf der äusseren Schicht wird durch senkrecht zueinander stehende Elektroden ein gleichförmiges elektrisches Feld angelegt. Der Bildschirm steht also unter Strom. Jedoch beträgt die Spannung weniger als 10 Volt, so dass keine Stromschlaggefahr besteht. Wenn wir den Bildschirm mit dem Finger berühren, fliesst ein Teil des Stromes in unseren Körper, da die Haut den Strom gut leitet. Der Billettautomat berechnet nun, wo die Spannung abgeflossen ist und weiss so, wo wir den Bildschirm berührt haben.

Neue Automaten verfügen übrigens nicht mehr über das senkrecht zueinander stehende Elektroden-Netz, sondern haben nur noch vier Elektroden (eines in jeder Ecke).

(via P.M. Fragen & Antworten, Wikipedia)

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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Pascal August 24, 2007 um 09:54

Vielleicht ist noch hinzuzufügen, dass einerseits die Volt-Zahl für das bekannte *aua* bei Kuhdrähten verantwortlich ist (welche dort definitiv um einiges höher liegt) und andererseits erst bei einer Ampére-Spannung über 0.1 Lebensgefahr besteht. Das klingt zwar nach wenig, ist aber nicht der Fall.

Und für alle, welche nun kommen: ooooh, Elektrosmog und Verstrahlung: eine gewisse elektrische Aufladung des Körpers ist natürlich. Dies äussert sich meistens dann, wenn im Laden über Teppich gegangen wird und ein Regal berührt wird. Hier haben wir wieder den ganz natürlichen *aua*-Effekt :)

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