Dank Innovation Wings bin ich auf eine neue Harvard-Studie gestossen. Diese besagt, dass in den Staaten immer mehr Menschen die Online-Informationen gegenüber TV und Zeitungen vorziehen.
Wer jetzt jedoch glaubt, dass die Menschen die Printausgabe des WALL STREET JOURNAL auf die Seite legen und von nun an deren Online-Präsenz wsj.com besuchen, täuscht sich. Es zeigte sich, dass die Konsumenten nicht einfach ihre bisherigen Print-Medien links liegen liessen und auf deren Homepage wechselten, sondern dass sie zu Newsquellen wie Digg und Google News gingen, um sich ihren täglichen Info-Stoff zu besorgen.
Einige der neuen News-Quellen (u.a. auch Blogs) wuchsen innerhalb eines Jahres um 30%.
Irgendwann wird sich dieser Trend auch auf Europa und die Schweiz ausdehnen. Ob sich Ringier, Tamedia und Co. schon darauf vorbereiten? Oder überlassen sie das Feld kampflos den Blogs, Yiggs und Diggs? Es scheint mir, als unterschätzen die hiesigen Medien das Internet und uns Blogger gewaltig. Immer öfters sehe ich Journalisten oder gar ganze Medienunternehmen, welche die “neuen Medien” verteufeln und diskreditieren, anstelle sich mal ernsthaft auf die veränderten Kundenwünsche einzustellen.
Siehe dazu auch von Robert Basic:
- “Umfrage: Journalisten und Internet”
- “Der Weg der Journalisten in die Digitale”
- “TAZ über Bürgerjournalismus”
Im Grunde genommen dreht sich alles um das eine Problem, welches die Medienunternehmen heute haben:
Früher konnten sie sich durch eine teure Barriere von ihren Konsumenten abgrenzen. Kaum ein Privatmensch hat die (finanzielle) Möglichkeit, einen TV-Sender aufzubauen oder eine Druckerei inklusive Redaktion auf die Beine zu stellen. Dazu brauchte es Money. Dies hat sich nun glücklicherweise geändert. Jeder kann seine News und Gedanken nun praktisch kostenfrei via Internet weltweit verbreiten. Als Blogger ist man Verleger, Publizist, Produzent, Redaktor, Reporter, Journalist in einem. Doch darüber habe ich bei Blogger haben 10 Jobs schon geschrieben.
Im Moment kann die Allgemeinheit vorallem Printmedien konkurrieren. Wird es in Zukunft (dank Youtube, Kyte und günstiger Schnitttechnik / -software) auch möglich sein, TV-Sender zu konkurrieren? I hope so!
Hunderte von Millionen Prosumern stehen ein paar wenigen Millionen Journalisten und Reportern gegenüber. Wer wird in der Zukunft einen grösseren Einfluss haben? Eine interessante These ist Prometeus. Es lohnt sich, dieses Video mal bis zum Ende anzuschauen!
[youtube width="425" height="335"]http://www.youtube.com/watch?v=xj8ZadKgdC0[/youtube]
Das Video ist in RSS-Readern und im Email-Newsletter eventuell nicht zu sehen. Bei Interesse am Video bitte Homepage besuchen.)
{ 7 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
siehe auch: http://www.heute-online.ch/news/digital/artikel69451
Interessant am heute-online-Beitrag:
Während die Story schon seit mindestens zwei Tagen in der Blogosphäre kursiert, hat es “Heute” erst vor rund zwei Stunden aufgegriffen.
Soviel zum Thema, wer in Zukunft die Nase vorn hat wenn es um Informationen geht. ;o)
Interessant auch: Digg, Yigg und Co. wurden mit keinem Wort erwähnt…
gibt ja auch noch ein wochenende dazwischen…
Eben. Ein Nachteil der Old-School-Medien gegenüber den neuen Medien.
Ich stimme ueberein.
Ein’ol-skool’ medien-haus hat den schritt teilweise gewaagt: cash daily.
kyte.tv wird das traditionelle fernsehen auch indirekt konkurrenzieren: die leute haengen immer mehr vor dem pc oder dem mobil telefon und immer weniger vor der glotze!
Stimmt. Mal schauen was die Zukunft noch so bringt. Es wird auf jeden Fall äusserst interessant und spannend werden!
voll! ist spannend! ne coole zeit, oder?