Blogger haben 10 Jobs

von Andreas Hobi am 13. August 2007

Seit einiger Zeit nun blogge ich über die SBB und Themen rund um die Reise-, Freizeit- und Tourismusbranche der Schweiz. Ab und zu schreibe ich ausserdem Artikel, welche nicht direkt mit dem eigentlichen Blogthema zu tun haben.

Regelmässig werde ich deshalb von Kollegen und Mitarbeitern auf den Blog angesprochen. Sie wollen wissen, welche Arbeiten hinter einem Blog stehen und wie gross der Zeitaufwand für schweizweit.net ist. Dazu hat Chris Garrett von chrisg.com einen ausgezeichneten Artikel geschrieben (“10 Blogging Hats”), den ich hier gerne aufgreifen möchte.

Ja, was steckt eigentlich alles hinter dem Begriff “Blogger”? Es ist eigentlich nicht nur 1 Job, sondern beinhaltet diverse kleine Jobs:

1. SCHREIBEN
Natürlich besteht das Bloggen vor allem aus dem Schreiben. Content ist alles!

2. RECHERCHE
Um zu gutem Content (Inhalt) zu gelangen, muss man recherchieren, Fakten überprüfen und bezüglich seinem Thema immer auf dem Laufenden sein.

3. FACHWISSEN
Die Leser werden den Blogger zu seinem Thema ausfragen, das heisst, er muss sich auskennen und die neusten Entwicklungen verfolgen. (Siehe auch Punkt 2)

4. NETZWERK
Ein Blog ist keine Insel. Man muss sich mit anderen Bloggern und den Lesern vernetzen und sich austauschen.

5. TECHNIK
Den Blog per HTML programmieren, neue Funktionen einfügen, regelmässig Backups (Datensicherungen) machen, neue Versionen der Blogger-Software (Wordpress) installieren, Probleme und Programmier-Fehler beheben und und und… Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe!

6. DESIGN
Natürlich sollte der Blog auch ansprechend und einladend aussehen.

7. MARKETING
Was nützt der beste Blog, wenn er von niemandem gelesen wird? Marketing ist also enorm wichtig!

8. KUNDENDIENST
Als Blogger bin ich auch ein Dienstleister, ein kleines KMU sozusagen. Die Besucher (=Kunden) erwarten von mir, dass ich ihre Emails und Kommentare beantworte, und dies so schnell wie möglich.

9. DEN HAUSHALT MACHEN
Man erhält nicht nur freundliche Kommentare, sondern manchmal auch Spam oder anderen Unsinn. Diese Dinge müssen dann wieder gelöscht werden, um das Bild eines gepflegten Blogs aufrecht zu erhalten. Ausserdem müssen (wie im Punkt 5 schon angesprochen) regelmässige Datensicherungen vorgenommen und die Domains erneuert werden.

10. WEITERBILDUNG
Auch in der Blogosphäre gilt: Wer sich nicht weiterbildet, bleibt liegen. Regelmässig liest man also die einschlägigen Seiten, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Man informiert sich über neue Funktionen, die man im Blog einfügen kann und arbeitet an seinem Schreibstil.

Ihr seht, es steckt viel Arbeit und Zeit hinter jedem Blog und es braucht diverse Fähigkeiten, um einen Blog betreiben zu können.

Dieser Text ist zum Teil eine Übersetzung von Chris Garrett’s Artikel.

{ 2 Trackbacks }

» Bloggen ist Arbeit, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly
5. September 2007 um 14:54
Macht ein Blogger 10 Jobs? - StyleSpion
5. September 2007 um 19:35

{ 8 Kommentare… lies sie gleich hier unten oder schreibe einen }

Erich 13. August 2007 um 16:52

Hallo Andreas,
vielen Dank für diesen Beitrag. Habe mir in der Tat in den letzten Wochen auch Gedanken darüber gemacht was alles nötig ist um einen Blog am Leben zu erhalten. Habe mich durch Dich inspirieren – nicht kopieren :-) lassen. Ein 11ter Punkt ist aus meiner Sicht auch nicht zu vernachlässigen. Es geht dabei ums Geld. Klar, so ein Blog bringt eigentlich nicht viel Geld oder sogar gar keines. Trotzdem meine ich, dass es nichts schlimmeres gibt als einen Blog, der mehr oder weniger durch Werbung zugemüllt ist. Was in Deinem Fall ja nicht so ist. Für mich gilt, ganz wenig Werbung und damit vielleicht etwas Geld sollte erlaubt sein. Wie immer alles mit Mass
Gruss – Erich
PS: Habe lange Jahre in Sargans gearbeitet… die “Hobi’s” sind doch aus dieser Gegend… ich komme aus GR.

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Rachid 13. August 2007 um 19:48

Guten Abend Andreas

Seit ich Dein Blog lese, sehe ich den Kondukteur mit ganz anderen Augen.

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Als Aargauer unterwegs 13. August 2007 um 22:47

Das wertet ja unsere Arbeit wieder einmal ganz gewaltig auf. Also doch nicht einfach nur Zeitvertrieb.

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Andreas (schweizweit.net) 13. August 2007 um 23:48

Wow! Soviele Kommentare auf einmal! Meine Leser sind einfach grossartig! ;o)

@ Erich:
Zuerst einmal: Dein Portal ist einfach grossartig! Ohne Deinen Kommentar wäre ich wohl nie auf schweizinfo.ch gestossen. Ich habe mich ein wenig umgeschaut und bin begeistert! Und wie Du bestimmt gesehen hast, habe ich den Newsletter abonniert. ;o)

Was die Werbung anbelangt: In erster Linie will ich mit den Werbeeinnahmen einfach die Kosten (Provider etc.) decken. Ausserdem versuche ich mittelfristig, mit Trigami und ähnlichen Angeboten ein paar zusätzliche Franken zu verdienen, ohne jedoch meine Stammleser zu enttäuschen. Ich hoffe, dass ich diesen Spagat schaffe. :)

@ Rachid:

Seit ich Dein Blog lese, sehe ich den Kondukteur mit ganz anderen Augen.

Dass kann man jetzt positiv oder negativ verstehen. ;o)

@ Aargauer:
Bei mir ist es ein Stück weit schon Zeitvertreib. Aber ich gebe halt auch gerne ein wenig an! ;o)

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Pocemon 14. August 2007 um 16:46

Dieser Bericht gefällt mir gut, werde einen Link herstellen.
Meine Leser (200 bis 300 pro Tag), sind zu 95% in Deutschland.

pocemon, genf, schweiz

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Andreas (schweizweit.net) 14. August 2007 um 21:06

Danke für den Link! Werde Deinen Blog mal im Auge behalten und vielleicht gibt es mal eine Möglichkeit, mich zu revanchieren. (Besonders bei Bahnthemen.)

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Pocemon 14. August 2007 um 21:31

Vielen Dank, Revanche ist nicht nötig. Meine beiden Großväter waren bei der Bahn, mit Schwager und sein Sohn sind bei der SBB. Hier, nicht mehr ganz frisch, ein Bericht, der dich sicher interessieren wird:

http://chaiyo.blog.de/?tag=24%2F26

pocemon, genf

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kho 6. September 2007 um 22:23

In der Breite hatte ich es bisher auch noch nicht gesehen:-))

Liebe Grüsse aus dem Norden, kho

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