DB-BabyUm was gehts?

Auf heute Donnerstag haben die deutschen Lokführer unter der Führung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen Streik angekündigt. Die GDL verlangt Lohnerhöhungen von bis zu 31% und einen eigenen Tarifvertrag. Die DB hat jedoch bereits mit anderen Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 4.5% und einen einmaligen Bonus ausgehandelt.

Was sind die Folgen?

Da wir immer noch in der Ferienzeit sind, spüren wir den Streik auch hier in der Schweiz. Der Streik ist unbefristet. Deutschland ist der grösste Handelspartner der Schweiz, daher wird vorallem im Cargo-Bereich mit wirtschaftlichen Einbussen gerechnet. Noch weiss man jedoch nicht, ob nur punktuell oder flächendeckend gestreikt wird. Die Deutsche Bahn verspricht jedoch für den Personenverkehr einen Grundfahrplan aufrecht erhalten zu können. Es sollte also nicht unmöglich sein, die deutschen Grossstädte zu erreichen. Das Problem dürfte dann eher darin bestehen, in die Regionen zu Dörfern und Kleinstädten zu gelangen. Nicht bestreikt wird die CityNightLine (CNL). Diese fährt wie geplant.

Wo erhalte ich Informationen?

Die SBB informiert auf ihrer Website und an den Schaltern über die Auswirkungen des Streiks. Ausserdem könnt ihr auf die RailService-Nummer 0900 300 300 anrufen oder bei www.bahn.de/aktuell vorbei schauen.

Einen umfassenden Bericht über den Streik, dessen Folgen und Gründe bietet swissinfo.org unter dem Titel “Deutscher Lokführerstreik hätte Folgen für die Schweiz” an.

UPDATE 08:27 UHR

Das Arbeitsgericht Nürnberg untersagt per einstweiliger Verfügung bundesweite Arbeitsniederlegungen im Güter- und Fernverkehr. Das Arbeitsgericht Chemnitz untersagte zudem Streiks bei der DB Regio. Zur DB Regio zählt der Nahverkehr mit Ausnahme der S-Bahnen in Berlin und Hamburg, die bestreikt werden sollen.