Verkehrswerbung boomt

von Andreas Hobi am 31. Juli 2007 · Kein Kommentar

eBoard© Foto SBB

Jedem von uns sind sie schon aufgefallen: Die RailPoster-Werbeplakate welche im Einstiegsbereich der SBB-Waggons hängen. Jeden Monat werden sie von 17 Millionen Fahrgästen gesehen. Dies ist ein riesiger Markt für die Werbewirtschaft und somit ist die Nachfrage nach Werbung im öffentlichen Verkehr dementsprechend hoch. Mit dem schweizweiten Ausbau der S-Bahn-Netze vervielfacht sich die Zahl des Zielpublikums noch. In Zürich zum Beispiel rechnet die SBB bis ins Jahr 2020 mit einer Zunahme der Pendler von 80 Prozent.

Im Moment nimmt die SBB jährlich rund 75 Millionen Franken durch Werbung ein. Diese Zahl will sie noch erhöhen und so präsentiert sie je länger je mehr Werbemöglichkeiten: Werbung im Zug, auf dem Zug, auf Abonnementshüllen, auf der Rückseite von Fahrkarten etc. Vorstellbar wären auch Kampagnenlösungen, welche alle oben genannten Werbeplätze beinhalten. Eine solche Kampagne dürfte rund 5 Mio Franken kosten. (Quelle CASHdaily, 23.07.07)

Über die Website von Wigra können die potentiellen Werbekunde in zwei einfachen Schritten eine Offerte für ihre Werbung erstellen lassen. Ausserdem erfährt man dort auch gleich mehr über die Werbeformen RailPoster, RailMidiPoster, RailPrints, RailKuli, RailBrochure, RailLok.

Die SBB plant auch andere innovative Werbeformen: So ist es zum Beispiel möglich, in einem Extrazug (Muba, Olma, Auto-Salon, Orbit, Street Parade usw.) Produkt-Demonstrationen oder eine Verteilung von Waren, Mustern, Goodies oder Prospekten durchzuführen. Dabei ist es auch möglich, die Wagen mit dem eigenen Firmenlogo anzuschreiben, die Lautsprecheranlagen zu benutzen oder eine Minibar im Zug mitzuführen, wenn man einen ganzen Zug mietet. Die Miete für einen solchen Extrazug beträgt pro Tag ab CHF 2’100. (Mehr dazu…)

Oder wie wäre es mit einer eigenen Lok? Eine Re460-Lok als Werbefläche ist bereits für 240’000 Franken im Jahr zu haben. Hinzu kommen CHF 60’000 – 100’000 für die Produktion der Werbe-Aufschrift und das Rückversetzen in den Ursprungszustand. ;o)

Hinzu kommen noch die bekannteren Werbemöglichkeiten auf Plakaten, Leuchtreklamen, Megapostern, eBoard (grösste elektronische Indoorwerbefläche Europas), Handgepäckroller… Und bestimmt werden in den nächsten Jahren noch weitere Werbemöglichkeiten hinzukommen.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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