SBB: Geld zurück bei falsch programmierten Automaten
SBB July 30th. 2007, 10:47© Foto SBB
Da hat sich die SBB schön in was reingeritten:
Wegen einer fehlerhaften Programmierung spucken die SBB-Automaten seit Anfang Juli zu teure Tickets aus, wie SBB-Sprecherin Michèle Bamert Informationen der «SonntagsZeitung» bestätigte. Betroffen sind Zugfahrten von und nach den Zürcher Stadtbahnhöfen Oerlikon, Stadelhofen, Wiedikon, Stettbach, Enge, Seebach und Affoltern. Das Ticket muss über den Hauptbahnhof Zürich führen und die Strecke muss zwischen 68 und 100 Tarifkilometer lang sein. Trifft dies zu, berechnet das Tarifsystem der SBB eine unnötige Zusatzschlaufe via Killwangen-Spreitenbach. (NZZ)
Kann ja mal passieren, dass man die eine oder andere Verbindung falsch programmiert. Doch wieso ist es so schwierig, dies nun umgehend zu ändern? So kompliziert kann das doch nicht sein…
Das SBB-Personal wusste schon seit längerem von diesem Problem. Das Zugpersonal, um ein Beispiel zu nennen, erhielt am 4. Juli ein Schreiben, in welchem erwähnt wurde, dass auf unseren Zugpersonalgeräten die oben genannten Verbindungen falsch berechnet werden. Uns wurde damals schon gesagt, dass das Problem bis am 9. August behoben sei.
Irgendwie verwunderlich: Man weiss am 4. Juli schon, dass das Problem am 9. August behoben ist. Weshalb genau dieser Stichtag? Die einzige Erklärung, die ich habe: Am 9. August kommt irgendeine Person aus den Ferien zurück, und nur diese Person kann das Problem fixen. Ich bin jedoch der Meinung, wenn sich eine solche mittlere Katastrophe anbahnt, holt man den betreffenden Mitarbeiter (bestimmt nicht schlecht bezahlt) umgehend aus den Ferien retour und lässt ihn das Problem beheben. Danach entlässt man ihn oder lässt ihn den entstandenen Image-Schaden begleichen. (Falls er für das falsche Programmieren verantwortlich ist.)
Selbstverständlich zeigt sich die SBB kundenfreundlich: Sie erstattet den zuviel gezahlten Betrag anstandslos zurück, auch bei bereits entwerteten Billetten.
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July 31st, 2007 at 11:34
Nicht den Hauch einer Ahnung von Informatik, aber Entlassungen von Kollegen fordern. Nette Mitarbeiter haben wir. :-(
July 31st, 2007 at 19:01
Da muss ich aber ne Lanze für Andreas brechen: Von Informatik muss er in diesem Fall grad GAR keine Ahnung haben. Seine Forderung, das subito zu beheben, ist völlig berechtigt. Und wenn die zuständige Stelle oder externe Firma sich quer stellt, dann setzt aber ne heftige Tirade ab, und die Spuren dann gefälligst. Alles andere ist die KundInnen verarschen! Ob man den/die Betreffenden gleich entlassen muss… ein scharfer Verweis tuts vorerst wohl mal auch. (Darüber, ob DDB-P auch einer dieser Lethargiker wie z.B. der hier ist, der sich lieber einen neuen Job sucht, wo er keinen KundInnenkontakt hat, diskutieren wir hier zum Glück nicht.)
July 31st, 2007 at 22:25
Mich würde es interessieren, wer hinter DDB-P steckt… Die Email, welche er angegeben hat, existiert jedenfalls nicht. (hans.meier@hotmail.com)
Ich kenne drei Fälle von SBB-Mitarbeitern (Verkauf und Zugpersonal), welche wegen weit weniger gravierenden Vorfällen ihre Plätze räumen mussten. Einer davon musste sogar das Unternehmen verlassen, die anderen “durften” an einer anderen Position weiterarbeiten.
Deshalb fordere ich bei solch gravierenden Vorfällen erst recht eine Entlassung. Aber klar, eine Versetzung oder ein Verweis würde vermutlich auch reichen.
PS: Richtig, ich habe keine Ahnung von der Informatik welche hinter dem SBB-Verkaufssystem steckt. Nicht den Hauch davon habe ich! Ich weiss nicht, wie die Billettautomaten programmiert sind und die Verkaufscomputer, von OPUS ganz zu schweigen. Doch mal ehrlich: Habe ich jemals behauptet, dass ich eine Ahnung davon hätte??? ;o)
August 2nd, 2007 at 19:49
Datenfehler bei Billettautomaten korrigiert.
August 2nd, 2007 at 20:21
Wollte ich morgen in einem neuen “Blogradar” bringen. ;o)
August 3rd, 2007 at 11:05
Vermutlich Ironie des Schicksals, Andreas, dass die Informatik als solche überhaupt keine Schuld hatte sondern eine Datenmutation zu den Mehrkilometern führte.
Hauptsache, wir haben schon mal mit den grossen Buchstaben gegen Outsourcing spetakelt und den Kopf von Informatikern gefordert…
Dass der Fehler aber seit Anfang Juli bekannt ist und dann - nach ziemlichem Imageschaden notabene - innert weniger Tage korrigiert werden konnte, ist aber indertat schwach.
Schade v.a. auch, da weder Situation noch Anzahl Billette noch Fehlbetrag die Schlagzeile SBB-Chaos gerechtfertigt hätte.
Ungschickt, sehr ungschickt das Ganze. Aber klar, dass sich die sommerloch-geplagte Presse mit Vergnügen darauf stürzte.