© Foto SBB

Da hat sich die SBB schön in was reingeritten:

Wegen einer fehlerhaften Programmierung spucken die SBB-Automaten seit Anfang Juli zu teure Tickets aus, wie SBB-Sprecherin Michèle Bamert Informationen der «SonntagsZeitung» bestätigte. Betroffen sind Zugfahrten von und nach den Zürcher Stadtbahnhöfen Oerlikon, Stadelhofen, Wiedikon, Stettbach, Enge, Seebach und Affoltern. Das Ticket muss über den Hauptbahnhof Zürich führen und die Strecke muss zwischen 68 und 100 Tarifkilometer lang sein. Trifft dies zu, berechnet das Tarifsystem der SBB eine unnötige Zusatzschlaufe via Killwangen-Spreitenbach. (NZZ)

Kann ja mal passieren, dass man die eine oder andere Verbindung falsch programmiert. Doch wieso ist es so schwierig, dies nun umgehend zu ändern? So kompliziert kann das doch nicht sein…

BATSDas SBB-Personal wusste schon seit längerem von diesem Problem. Das Zugpersonal, um ein Beispiel zu nennen, erhielt am 4. Juli ein Schreiben, in welchem erwähnt wurde, dass auf unseren Zugpersonalgeräten die oben genannten Verbindungen falsch berechnet werden. Uns wurde damals schon gesagt, dass das Problem bis am 9. August behoben sei.

Irgendwie verwunderlich: Man weiss am 4. Juli schon, dass das Problem am 9. August behoben ist. Weshalb genau dieser Stichtag? Die einzige Erklärung, die ich habe: Am 9. August kommt irgendeine Person aus den Ferien zurück, und nur diese Person kann das Problem fixen. Ich bin jedoch der Meinung, wenn sich eine solche mittlere Katastrophe anbahnt, holt man den betreffenden Mitarbeiter (bestimmt nicht schlecht bezahlt) umgehend aus den Ferien retour und lässt ihn das Problem beheben. Danach entlässt man ihn oder lässt ihn den entstandenen Image-Schaden begleichen. (Falls er für das falsche Programmieren verantwortlich ist.)

Selbstverständlich zeigt sich die SBB kundenfreundlich: Sie erstattet den zuviel gezahlten Betrag anstandslos zurück, auch bei bereits entwerteten Billetten.

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