Im Oberthurgau boomt der öffentliche Verkehr, wie eine Auswertung des Kantons zeigt. Die Einnahmen jedoch stiegen kaum.
Die Buslinie Amriswil – Arbon (Autokurse Oberthurgau AG AOT) verzeichnete 25.1% mehr Fahrgäste, Amriswil – Bischofszell kann sich über 19.1% zusätzliche Fahrgäste freuen. Am stärksten befahren wird St. Gallen – Arbon – Steinach: Über eine Million Personen nutzten diese Verbindung im letzten Jahr. Das Gegenstück dazu ist bei den Bahnen die Linie Weinfelden – Romanshorn, die von 7.2 Millionen Gästen benutzt wurde (+12.7%).
Ursache für diesen Erfolg ist die Einführung des Halbstundentaktes beim Fahrplan. Doch trotz zusätzlicher Fahrgäste stiegen die Einnahmen kaum. Grund dafür dürften die Tarifverbunde sein. Dank diesen reisen die Fahrgäste äusserst günstig und die Erträge pro Personenkilometer sinken stetig. Die Ertragssituation ist also nur zum Teil zufriedenstellend.
Somit könnte es für die Busse und Bahnen schwierig werden, weiterhin kräftig in ihr Angebot zu investieren. Denn neues Rollmaterial wäre automatisch auch mit steigenden Unterhaltskosten verbunden. Ob sich die Transportunternehmen dies leisten können, wird sich noch zeigen.
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Hier irrt der Kondukteur, neues Material hat in der Regel durch längere Wartungsintervalle und geringere Reparaturanfälligkeit geringere Unterhaltskosten zur folge
Damit war natürlich gemeint, dass durch zusätzliches Fahrgast-Aufkommen ZUSÄTZLICHES Rollmaterial gekauft werden muss. Und nicht, dass das alte Rollmaterial durch neues ERSETZT wird.
Sprich: Altes UND neues Rollmaterial = mehr laufende Kosten als NUR altes (bestehendes) Rollmaterial.
Vielleicht habe ich mich im Artikel unklar ausgedrückt. ;o)