Kommunistische Brandstiftung im Cisalpino

von Andreas Hobi am 15. Juli 2007


Bild © bahnen-und-busse.de

Ein paar ganz kluge Köpfe haben mit einer Brandstiftung im Cisalpino auf politische Gefangene in Italien aufmerksam machen wollen. Mich würde es sehr interessieren, was die Cisalpino AG, beziehungsweise die SBB und die italienische Eisenbahn mit politischen Gefangenen in Italien zu tun haben. Ich denke eher, hier ging es weniger darum, Aufmerksamkeit für die italienische Politik zu erregen als eher darum, (zum wiederholten Mal) blinde Zerstörungswut zu zelebrieren. Die linken (kommunistischen) proletarischen InternationalistInnen bekannten sich in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur sda zu der Tat.

Linke Aktivisten sind mir noch vom 1. Mai in guter Erinnerung; nun dies. Ich bin gespannt, was als nächstes folgt.

Was den Cisalpino-Fall betrifft, wäre es natürlich toll, wenn man die LinksaktivistInnen finden und zur Rechenschaft ziehen könnte. Immerhin entstand ein Sachschaden von rund CHF 80′000.- und es wäre von Vorteil, weitere solche Aktionen zu verhindern indem man die Täter aus dem Verkehr zieht. Zum Glück befand sich niemand im Zug und es kamen keine Personen zu Schaden.

Auszüge aus der “Erklärung zur Aktion im Cisalpino” von den proletarischen InternationalistInnen:

“Gleichzeitig steht ihr (unser) aktueller politischer Vorschlag für den Kampf um die kommunistische Perspektive.”

“Das Kapital ist im imperialistischen Stadium des Kapitalismus international organisiert, mit all seinen Widersprüchen zwischen den einzelnen Kapitalfraktionen.”

“Notwendig ist der Kampf für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus.”

“Wir schliessen uns mit dieser Aktion der europaweiten Solidaritätswelle, die noch immer anhält an.”

Vorallem der letzte Satz lässt mich schaudern. “Solidaritätswelle, die noch immer anhält”? Demnach dürften weitere Aktionen folgen? Ich hoffe nicht! Dieser linke Aktivismus ist in meinen Augen schlichtweg “birreweich”.

NZZonline: Cisalpino-Toilette brennt auf Rangiergleis
CASH.ch: Rauchentwicklung in Cisalpino-Toilette auf Rangiergleis in Zürich
ZurichCity.info: Brandanschlag auf leeren Cisalpino
ch.indymedia.org: Aktion gegen (leeren) Cisalpino

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mousseman 15. Juli 2007 um 04:59

Wieso ist ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung dafür, beim ‘Schwarzen Block’ sobald er auf einer Demo anfängt, zu randalieren, scharfe Munition zu verwenden?

Aus ‘Solidarität’?

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Andreas 15. Juli 2007 um 05:35

Mmh… Unterstützt Du etwa dieses Tun oder gehörst sogar selber zum Schwarzen Block?

Ich denke, es ist allen klar, dass eine solche Zerstörungswut gegen unsere Gesetze verstösst. Wer sich nicht daran hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Wenn die Krawallen trotz Gummischrott und Tränengas weiterhin jedes Jahr stattfinden, muss man wohl oder übel zu härteren Massnahmen greifen.

Scharfe Munition? Why not?!

Antworten

Andreas 15. Juli 2007 um 05:42

Kleine Ergänzung, um Missverständnisse zu vermeiden:

Mit “Scharfe Munition? Why not?!” meine ich NICHT, dass jemand erschossen werden soll.

Jedoch wäre es bei einigen Personen vielleicht angebracht, einen Schuss ins Bein oder in den Arm abzugeben. Tönt vielleicht hart, aber was bleibt übrig, wenn Gummigeschosse und Tränengas nichts mehr nützen?

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