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Wiedermal nehme ich an einem Blog-Karneval teil. Diesmal stellt eint.de die Frage, wie die Blogger ihre Texte verfassen, woher wir unsere Ideen nehmen, wie das Schreiben abläuft und wie lange wir für einen Beitrag ungefähr brauchen.

>>> Woher ich meine Ideen nehme

Na, das ist ja wohl klar, aus dem Berufsleben natürlich! ;o) Das Kondukteur-Leben bietet enorm viel Stoff für einen Blog. Man erlebt täglich so viele neue Sachen, lernt Leute kennen und kommt in der Weltgeschichte (oder zumindest mal in der Schweiz) herum… An Themen mangelt es mir also nie.

Zudem verfolge ich täglich, was in den Medien über die SBB und den öffentlichen Verkehr allgemein berichtet wird und greife dies manchmal auf. So geschehen beim Kassensturz-Beitrag zum Thema Preiserhöhung / Platzmangel. Natürlich nutze ich dabei auch den Google Alerts-Service und die Google Blogsuche. Ich Zukunft werde ich vermutlich auch Technorati auf den Monitor setzen.

>>> Wie ich Blog-Texte verfasse

Berichte aus meiner Tätigkeit als Kondukteur entstehen meistens in den Arbeitspausen. Ich notiere mir dort die Stichworte und wichtige Dinge, welche ich im Artikel erwähnen will. Zuhause setze ich mich den vor den iMac und formuliere die ganze Sache aus. Manchmal braucht es dazu noch Hintergrundrecherchen im WWW.

Breaking News und aktuelle Dinge veröffentliche ich dabei umgehend. Hintergrundberichte (wie zum Beispiel derjenige über Schwarzfahrer) müssen nicht zwingend sofort veröffentlicht werden. Diese speichere ich dann ab und nutze sie, wenn ich mal nicht soviel Zeit zum Schreiben habe oder mir die Themen fehlen. Im Moment befinden sich rund 30 Artikel in der Warteschleife. Manchmal kommt es vor, dass eine Breaking News perfekt zu einem Warteschleife-Artikel passt und ich diese dann zu einem Artikel verschmelze und veröffentliche.

>>> Zeitaufwand für die Artikel

Die Zeit, welche ich für einen Artikel benötige, schwankt extrem. Für diesen Beitrag habe ich rund 40 Minuten gebraucht. Da ich hierzu keine Hintergrundrecherchen machen musste, war ich eher schnell. Andere Artikel benötigen ohne weiteres auch mal 90 oder mehr Minuten, manchmal verteilt auf mehrere Tage. Natürlich gibt es auch Beiträge, welche in weniger als 5 Minuten erstellt sind, wie zum Beispiel dieser CS-Artikel hier.

Da ich jedoch, wie oben schon erwähnt, auch immer ein wenig beobachte, was in den Medien und in den Blogs über die SBB geschrieben wird, beträgt mein täglicher Aufwand für das Schreiben und das Monitoring rund zwei Stunden. (An freien Tagen leicht mehr.)

>>> Tipps zum Schreiben von guten Inhalten

Eint.de fragt, ob wir Blogger Tipps hätten, wie man gute Artikel schreibt. Ich bin zwar kein Profi-Blogger und mein Schreibstil lässt bestimmt noch zu wünschen übrig, doch meine Erfahrung zeigt folgendes: Es ist von Vorteil, wenn man einen Beitrag schreibt, abspeichert (ohne ihn zu veröffentlichen), eine Nacht oder zwei darüber schläft und dann nochmals durchgeht. Auf diese Weise kann die Qualität eines Beitrages enorm gesteigert werden.

Ausserdem ist es von Vorteil, wenn man weiss, welche Themen die Leser interessieren. Mit Google Analytics kann man das ziemlich gut auswerten. Ich schaue jeweils, welche Artikel am meisten aufgerufen werden und welche Artikel die durchschnittlich längste Verweildauer (= Lesezeit) vorweisen können. Auf diese Weise versuche ich, die Qualität meines Blogs von Woche zu Woche zu erhöhen.