Resort Walensee im Heidiland



Ab und zu wenn ich in Unterterzen vorbei fahre, verfolge ich die Fortschritte im Bau des Resort Walensee. Dieses Resort, welches von Niederländern für 80 Mio Franken gebaut wird, ist eines der grössten und ehrgeizigsten Schweizer Tourismusprojekte der letzten Jahre direkt nach Samih Sawiris Hotelprojekt in Andermatt.

Auf seiner Homepage preist sich das Resort Walensee (inkl. Rechtschreibfehlern) folgendermassen an:

In der Region Heidiland am Walensee liegt Resort Walensee. Die am See liegt Flumserberge bieten Wintersportmöglichkeiten für den erfahrenen und weniger erfahrenen Skiläufer. Auch Radfahrer und Wanderer können in diesem Gebiet viel erleben. Natürlich auch für Wassersportler ist der Walensee mehr als geeignet. Sie können schwimmen, surfen, segeln, wasserskilaufen und vieles mehr. Die Umgebung bietet gemütliche Stadtkerne und viele Entspannungsmöglichkeiten wie Golf, das Casino oder Thermalbad.Im Resort selbst befinden sich eine grosse Anzahl von Einrichtungen für ein angenehmes Aufenthalt. Das bedeutet genügende Möglichkeiten zum kulinarisch Genuss, ein Hallenbad, diverse Spielplätze, ein Strandbad und ein eigene Jachthafen. Auch gibt es Pläne für die Einrichtung eines Wellnesscenter.

Das Resort Walensee scheint sich auf die gehobenere Klientel und auf Gäste aus den Niederlanden auszurichten. Letzteres merkt man, wenn man die Homepage aufruft: Dann steht dort während der Ladezeit “even geduld a.u.b”.

Es werden viele Luxuswohnungen, Penthouses, Appartements und Villas gebaut, also nichts für sparsame Urlauber.

Ich finde es toll, dass der Region Heidiland und im Speziellen der Walenseeregion und den Flumserbergen (deren Seilbahnstation direkt neben dem Resort liegt) auf diese Weise Auftrieb verliehen wird. Auch das lokale Gewerbe kann vom Resort Walensee profitieren. Es werden mindestens 40 Arbeitsplätze geschaffen und auch bei den Lieferanten könnten Arbeitsplätze geschaffen oder zumindest erhalten werden.

Mehrheitlich zuversichtlich zeigt sich auch das Schweizer Nachrichtenmagazin FACTS:

Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus: «In Andermatt und in Unterterzen sind ganz neue Business-Modelle geplant, die unser helvetisches Denken überflügeln. » Touristische Erlebniswelten, so genannte Resorts, in denen der Gast nicht nur logiert, sondern gleich auch Restaurants und Sportanlagen benutzt – und so seine Ferienfranken einem einzigen Betreiber abliefert. Das glaubt auch Thomas Bieger, der an der Universität St. Gallen das Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus leitet: «Der Resortgedanke steckt in der Schweiz noch in den Kinderschuhen. » Für solche Ferienwelten, die viel Platz brauchen, bieten sich B-Orte geradezu an, sagt Bieger: «Es macht durchaus Sinn, für solche Projekte in die Pampa zu gehen. Dort hat man die Chance, genügend Land zu bekommen und vor Ort rasch eine kritische Masse zu erreichen.» Einheimische Bauherren, glaubt der St.-Moritzer Kurdirektor Hanspeter Danuser, trauten sich schon gar nicht mehr in die B-Liga: «Gerade an zweit- und drittklassigen Lagen erhält man von einer Schweizer Bank kaum mehr Geld, weil diese mit Abschreibern teils böse Erfahrungen machten.»Die ausländischen Promoter kommen mit eigenem Geld. Und sie haben neben dem Resortgedanken einen weiteren Trumpf. Sie «bringen ihre eigenen Verkaufskanäle mit», sagt Schmid. Im Klartext: Sawiris verfügt über einen grossen Gästestamm in seinen ägyptischen Resorts (u. a. El Gouna), der auch mal potenzielle Winterurlauber in Andermatt abgeben könnte; die Ferienparkmanager von Landal Green Parks – sie betreuen bereits 55 Resorts in Europa – könnten ihren Kunden zur Abwechslung den Walensee bieten. «Beide Projekte», sagt Schmid, «könnten aus bisher eher unterentwickelten Gegenden wahre Turbos machen.»
Hier gehts zum vollständigen FACTS-Artikel…

Insbesondere die Tatsache, dass die Betreiber des Resort Walensee ihre eigenen Landsleute als Gäste mitbringen und bereits vielfache Erfahrung mit Resorts haben, könnte also zum Erfolg führen. Ich finde es toll, dass so ein Ding mal durchgezogen und Neues gewagt wird. Schade jedoch, dass wir Schweizer zu wenig mutig sind, um solche Projekte selber auf die Beine zu stellen.

Wenn ihr mehr über das Resort erfahren wollt, besucht die Website unter www.resortwalensee.com und schaut euch die Bilder, Videos und Animationen an.

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