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Eine Geschichte, die sich laut SonntagsBlick vom 10. Juni kürzlich zugetragen hat:

In einem übervollen Intercity zwischen Zürich und Bern trohnt frech in seinem Käfig auf ienem Erste-Klasse-Fauteil ein Goldhamster. Dessen Besitzerin macht keine Anstalten, den Sitz für einen anderen Fahrgast zu räumen. Auch für Bundesrat und Verkehrsminister Moritz Leuenberger räumt sie den Platz nicht. So kommt es dazu, dass dieser stehen muss.Gegenüber SonntagsBlick gesteht Moritz Leuenberger: “Als Verkehrsminister getraute ich mich nicht, der Frau zu sagen: Stellen wir doch den Hamster auf den Boden.” Doch da kam die Rettung: Die Kondukteurin. Nachdem sie fünf Minuten mit der Hamster-Lady diskutiert hat, räumt diese den Käfig auf die Seite. Kaum hat Bundesrat Leuenberger sich gesetzt, wird er angemotzt: “Aha, der Bundesrat kann sitzen. Hats für Normalsterbliche auch noch Platz?”

Eine amüsante Geschichte mit einem weniger amüsantem Hintergrund: Auch bei mir kommt es oft vor, dass Reisende mit ihrem Gepäck ganze Abteile belegen. Das kann ich verstehen, wenn die Gepäckstücke zu gross sind für die Gepäckablagen oder nicht zwischen die Sitzlehnen passen, jedoch nicht, wenn es sich um kleine Taschen handelt. Auf meine Ermahnungen hin ernte ich oft nur Spott. Schade, dass es in der heutigen Zeit solche rücksichtlosen Menschen gibt: “Zuerst komme ich und dann lange niemand.” Interessanterweise sind es oft die weniger erfolgreichen Mitmenschen, welche solch ein Verhalten an den Tag legen. Ob nun dieses Verhalten vom Misserfolg des Menschen abhängt, oder der Misserfolg des Menschen von diesem Verhalten, darüber kann man diskutieren. Ich tippe auf das Letztere. ;o)