Ferien der Schweizer in der Zukunft
reisen June 8th. 2007, 06:46Wie könnten die Ferienreisen der Schweizer in Zukunft aussehen? Unter Umständen wird es die gar nicht mehr geben! Jedenfalls nicht im klassischen Stil. Das Nachrichtenportal nachrichten.at jedenfalls ist der Meinung, dass der “klassische Urlaub” aussterben wird. Arbeitsalltag und Freizeit könnten stärker ineinander übergehen und längere Erholungsreisen ersetzen, meint dazu der Wiener Freizeitforscher Peter Zellmann. An eine Änderung des Urlaubsverhaltens durch den Klimawandel glaubt er weniger.
Es ist davon auszugehen, dass die Menschen in der Zukunft öfters Kurzurlaube machen. Destinationen, die heute sechs Flugstunden von uns entfernt sind, rücken je länger je näher und könnten bald nur noch 60 Minuten weit weg sein. Ein Paradebeispiel für dieses Näherrücken ist die TGV-Verbindung Schweiz - Paris, welche die Fahrt zu der Seine-Metropole massiv verkürzt. Paris ist somit bereits ein Tagesausflugsziel für Schweizer geworden. Weitere Destinationen werden folgen. Städtereisen werden demnach noch stark zunehmen. Eine Entwicklung, von der die SBB profitieren wird. An ihr liegt es nun, passende Angebote zu entwickeln, und die Städtetouristen für sich zu gewinnen. Dabei sollte die SBB ein starkes Gewicht auf die Schweizer Singles legen. Diese haben nämlich grössere zeitliche und finanzielle Möglichkeiten als Paare und Familien, und tendieren daher am ehesten dazu, diese Angebote zu nutzen.
Ausserdem werden wir in Zukunft öfters freie Vormittage oder einzelne Tage nutzen, um uns zu erholen. Davon bin ich überzeugt! Der klassische Badeurlaub wird aussterben. Längere Urlaube werden wir in Zukunft nur noch machen, um zum Beispiel ganz ferne Länder zu erkunden, Weltreisen oder Kreuzfahrten zu machen. (Meine nächste Kreuzfahrt ist auf 2008 geplant… :-)
Wie ich schon in einem früheren Artikel geschrieben habe, könnte die Schweiz von dieser Entwicklung profitieren.
Eine weitere Entwicklung, welche ich wahrgenommen habe: Der “Wohlfühlurlaub” ist zurzeit stark im Kommen. Die Nachfrage nach Spa-Angeboten in den Hotels und Resorts steigt enorm und praktisch jede Hotel-Anlage, die etwas auf sich hält, baut ihren Spa- und Erhohlungsbereich aus. Ganzheitliches Wohlbefinden für Körper und Seele, das wollen die Schweizer je länger je mehr.
Andererseits wird auch das Interesse an Freizeitparks zunehmen. Diese entsprechen nämlich genau dem Trend nach Kurzurlauben. Disneyland, Europapark, Swiss Fun Park und wie sie alle heissen, die dürfen sich freuen. Bei den Freizeitparks wird jedoch in Zukunft vermehrt nur eines zählen: Grösse! Die kleineren Parks müssen sich also etwas einfallen lassen, um hier mithalten zu können.
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