SBB gegen Billigflieger

von Andreas Hobi am 7. Juni 2007 · 4 Kommentare


Bild © pixelio.de

Der Beobachter vergleicht in seiner aktuellen Ausgabe die Eisenbahn mit den Billigfliegern. Dabei wird auf die Reiszeit, den Preis und den CO2-Verbrauch geachtet. Die Ausgangslage sah folgendermassen aus:

- Zwei Personen
- Mit Halbtax
- Stichtag 8. Mai

Hier die Ergebnisse:

>>> BASEL – PARIS
Mit der Eröffnung der neuen TGV-Verbindung wird Paris zu einer der beliebtesten Europa-Städte der Schweizer. Nun hat die Bahn – TGV sei dank – zeitlich die Nase vorn. Sie braucht nur 3.5 Stunden, im Gegensatz zum Flugzeug, welches (inkl. Check In etc) rund 3.75 Stunden braucht. Preislich hat das Flugzeug jedoch die Nase vorn: CHF 54.- beträgt der Unterschied. Dafür stösst das Flugzeug über 4.6 mal soviel CO2 aus wie die Bahn.

>>> ZÜRICH – MAILAND

Zug und Flug brauchen beide ziemlich genau 4 Stunden, um von Zürich nach Mailand zu gelangen. Im Preis unterscheiden sich die beiden Anbieter jedoch stark. Die SBB verlangt nur CHF 76.-, die Airline Alitalia jedoch stolze CHF 231.-. Hier verbraucht das Flugzeug über 6.6 mal soviel CO2 wie der Zug.

>>> ZÜRICH – MÜNCHEN
Der Zug braucht zwar rund 15 Minuten länger als das Flugzeug, verlangt dafür aber nur 1/3 des Preises, welchen man bei der Swiss bezahlen würde. So reist man für CHF 90.- nach Bayern und spart dabei auch gleich noch über 85% CO2 ein (im Vergleich zum Flugzeug).

>>> BASEL – HAMBURG

Hier benutzen wohl die meisten Reisenden, die es eilig haben, das Flugzeug: Es ist 2.75 Stunden schneller und nur CHF 11.- teurer als die Bahn. (Easyjet)

>>> ZÜRICH – LONDON
Auch hier sprechen die Zahlen für sich.
Bahn: 8.75 Stunden / CHF 482.-
Easyjet: 6 Stunden / CHF 207.-

>>> ZÜRICH – BERLIN
Die Bahn braucht doppelt so lang, ist jedoch um 28% günstiger.

>>> ZÜRICH – WIEN
Ähnlich wie in Berlin: Die Bahn ist ca. 40% günstiger, braucht jedoch 5.25 Stunden länger.

>>> BASEL – ROM
Wieder ein Punkt für das Flugzeug: Es braucht weniger als halb so lang als die Bahn. Dafür ist es jedoch auch mehr als die Hälfte teurer.

Als FAZIT kann man sagen: In manche Städte ist man mit dem Flugzeug schneller, dafür bezahlt man dort auch mehr. Wer es günstig mag und sein Geld lieber am Zielort ausgibt, wählt mit Vorteil die Bahn. Ein weiterer Vorteil beim Reisen mit der Bahn: Es gibt keine Gepäck- und Gewichtsbeschränkungen und im Handgepäck darf man auch Flüssigkeiten über 100ml mit sich führen. ;o)

Kleiner Tipp nebenbei: Unter Click & Rail gibt es täglich speziell günstige Online-Tickets in europäische Städte. Diese Tickets sind nur via Internet bei der SBB erhältlich und spürbar günstiger als am Schalter gelöste Billette.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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{ 4 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

Dave Juni 8, 2007 um 13:02

Intessanter Vergleich!

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PeetTheEngineer Dezember 28, 2007 um 05:28

Wurde da die Taxifahrt zum Stadtzentrum mitgerechnet? Firerweise müsste die dabei sein. Gerade im Ausland ist es manchmal schwierig herauszufinden wie der öV vom Flughafen in die Stadt funktioniert, geschweige dann herauszufinden, wo dass er abfährt.

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Andreas Hobi (schweizweit.net) Dezember 28, 2007 um 13:24

Ich vermute mal, die Taxifahrt wurde nicht miteinbezogen. Aber wie Du richtig sagst: Eigentlich müsste man auch diese einberechnen.

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Verweiiis März 31, 2010 um 23:58

München – Zürich?!
Der Spass dauert per Zug 4.30 Stunden, wird mit einer Unverschämtheit von EC Garnitur (kein Strom am Platz, wie immer nur Vis à Vis Plätze, technisch bedingt sehr kurzer Zug, völlig verwohnt, Toilettensystem, dass seinen Namen nicht verdient) gefahren und quält sich ab Lindau per Diesel bis München (Elektrifizierung kommt) und kostet im Normalpreis ähnlich viel wie Lufthansa/Swiss. Zürich HB – München Hbf geht mit dem Flugzeug übrigens in deutlich unter drei Stunden. Und beim CO2 Ausstoss wäre ich mir dank der zwei 218er Diesel in Deutschland auch nicht so sicher.

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