Todesdrohungen per Email

von Andreas Hobi am 2. Mai 2007 · Kein Kommentar

Diverse Leute haben in der letzten Zeit Todesdrohungen per Email erhalten. Die Drohungen lauten in etwa folgendermassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bitte umbuchen Sie 659 CHF an dem Bankkonto Nr. 91-251252-0,
in einem Frist von 3 Tagen. Wenn Sie verweigern, das zu tun,
wird einer Ihrer naher Verwandter eine grässlicher Tot empfinden.

Festlegen Sie ihrer E-Mail bei die Umbuchung damit wir wissen,
dass Sie bezahlen haben.

Unterschlagen Sie dieses E-Mail nach der Bezahlung, anders wird
Ihrer Computer zerstören werden.

Sie müssen nur einmal bezahlen, wenn sie dieses E-Mail vielmal
bekommen haben, müssen Sie sie unterschlagen.

Sie dürfen überhaupt nicht der Betreff oder der Inhalt dieses
E-Mails mitteilen.

Beachten Sie unsere Anordnungen und zwingen uns gar nicht,
unsere Bedrohungen zur Ausführung zu bringen.

Mit freundlichen Grüssen,

Freischütz

Quellen: online-hygiene.ch / Abrisse

Ich habe recherchiert. Und bin beim Googlen des Bankkontos auf folgendes gestossen:

Bénéficiaire / Lieu : Pagnoux Christelle / FR – Bordeaux
N° de compte : 91-251252-0
IBAN électronique : CH3209000000912512520
IBAN en papier : IBAN CH32 0900 0000 9125 1252 0
Code SWIFT / BIC : POFICHBEXXX
Banque du bénéficaire : Swiss Post, Postfinance, Nordring 8, CH-3030 Bern
Numéro clearing : 09000

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Momentan sehe es so aus, dass wahllos Leute diese E-Mail erhalten haben. Es handelt sich nicht um eine bestimmte Personengruppe. Weitere Betroffene werden gebeten, sich zu melden.

Drohungen sind juristisch gesehen Antragsdelikte. Deshalb werden weitere Empfänger gebeten, sich bei ihrer kantonalen Polizeistelle zu melden und die E-Mail auf keinen Fall zu löschen, sondern der Polizei weiter zu leiten.

UPDATE 02. MAI 2007; 12:46 UHR:
Frau Pagnoux Christelle versucht auch auf anderem Wege zu Geld zu kommen: In einem Forum gibt sie an, Paraplegikerin zu sein und mit ihren 27 Jahren bereits ihr ganzes Leben hinter sich zu haben. Man möge ihr doch bitte Geld senden. Die meisten Leute, die ihr danach geantwortet haben, merkten wohl, dass dies eine Masche ist und dass etwas an der Geschichte nicht stimmen kann.

Ach ja, übrigens, hier noch ihre Adresse:

Mlle Christelle Pagnoux
1 Rue Du Temple
33000 Bordeaux

UPDATE 02. MAI 2007; 13:20 UHR:
Nachdem die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Kobik alle involvierten Stellen informiert und alle nötigen Schritte eingeleitet hat, gaben die Polizeistellen Entwarnung: Das Mail werde über einen Server im Ausland versandt. Der Versand erfolge automatisiert und zufallsgesteuert. Der Inhalt sei nicht mehr als ein schlechter Scherz. Das E-Mail soll nicht an die Polizei weitergeleitet werden, sondern kann sofort gelöscht werden.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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