Einen äusserst interessanten Bericht fand ich kürzlich beim Deutschlandradio:

Einsam an der Spitze

Der Traum vom Eisenbahnerleben hat mit der Realität auf Schienen oft nicht viel gemein. Doch ob im Eurostar unter dem Ärmelkanel, bei der Schweizer Bahn oder in Russland: Eisenbahner in Europa, das ist mehr als ein Beruf.

Ein britischer Schaffner aus dem Eurostar über seine internationale Kundschaft:

“Ein deutscher Reisender trägt sein Problem vor und erwartet eine Lösung. Ein Engländer hingegen erwähnt nur beiläufig, dass er ein Problem hat, aber wenn man ihm eine Lösung anbietet, sagt er’ um Himmels willen, ich wollte doch gar nicht, dass Sie etwas unternehmen. Und bei einem Franzosen gilt es erst einmal herauszufinden, was er überhaupt will, sehr schwierig, weil er sich so umständlich ausdrückt.”

(…)

Ein Land, mitten in Europa, setzt auf Bewährtes. Als Deutsche und Franzosen schon längst von Hightech und Businessclass auf der Schiene träumten, sagten die Schweizer per Volksabstimmung nein. So ist ihnen ein Zugsystem erhalten geblieben, das vorbildlich an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet ist. Nirgendwo in Europa ist das Bahnnetz dichter als in der Schweiz.

Ⓒ Text: Deutschlandradio,

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