
Dieser Herr hat wahrlich keine Intelligenz: Er steigt mit einem Billett “Sevelen – Bad Ragaz” in meinen Zug ein. Zu diesem Zeitpunkt sind wir in Buchs SG und somit 3 Kilometer VOR Sevelen. Das heisst also: Das Teilstück Buchs SG – Sevelen fehlt dem werten Herr noch. So weit so gut, und eigentlich auch kein Problem. Ich will ihm einen Streckenwechsel ausstellen, so dass auch dieser Herr über ein gültiges Billett verfügt. Preis des Streckenwechsels: Schlappe 60 Rappen.
Dieser Streckenwechsel beruht jedoch auf einem Entgegenkommen meinerseits. Eigentlich müsste er den Fahrpreis Buchs SG – Sevelen (2.60 Franken) plus den Zuschlag für das Lösen im Zug (5.-) bezahlen. Die 60 Rappen sind reine Kulanz.
Jedoch weigert sich der Herr, die paar Rappen zu bezahlen. Nun gut, also beharre ich jetzt auf dem eigentlichen Preis von 7.60 Franken. Natürlich weigert er sich, auch diesen Preis zu bezahlen. Ich weise ihn darauf hin, dass es nun zwei Möglichkeiten gebe. Entweder er bezahle mir das Billett, oder ich werde ihm eine Rechnung stellen (sein Halbtax mit seinen Angaben hatte ich noch in meinen Händen). Er entschloss sich für die Rechnung, so dass nun noch 30 Franken Bearbeitungsgebühr hinzukommen. Momentaner Preis: 37.60 Franken.
Leider steht die Adresse des “Graufahrers” nicht auf seinem Halbtax. Dummerweise ist dem Herrn seine Adresse auch “soeben entfallen” (bzw. er will sie mir nicht geben), so dass ich auf der Rechnung einen Vermerk anbringen darf: “Personalien verweigert”. Dies geht unter Missbrauch und kostet nun mal zusätzlich 100.-. Die Zentrale (oder unser Rechtsdienst) werden sich also an den Computer setzen und via Halbtax-Nr. des Kunden seine Personalien raussuchen.
Nun zahlt der unkooperative Herr für nur 3 Kilometer Zugsfahrt ganze 137.60 Franken anstelle von 60 Rappen! Das 229-fache des ursprünglichen Preises! Und im Wiederholungsfall kann es sogar noch teurer werden oder zu einer Anzeige kommen. Stupid Man.

