Bild: Evakuierung der S15 (Ugur Yaliman)

Heute morgen blieb eine S15 kurz vor Stettbach stehen. Wegen eines Lokdefekts rührte sich der Zug nicht mehr vom Fleck und musste schlussendlich evakuiert werden. Wegen des dichten Zugverkehrs gestaltete sich dies jedoch schwierig. Zunächst fuhr ein Lösch- und Rettungszug vor, welcher Hilfstritte für die Evakuierung bereit stellte. Kurz vor 9 Uhr fuhr ein Doppelstock-Zug vor, auf welchen die Fahrgäste umsteigen konnten. Die Strecke blieb dabei in beiden Richtungen gesperrt.

Leider hatte im betroffenen Zug nicht nur die Lok einen Defekt, sondern auch die Lautsprecheranlage, so dass die Fahrgäste laut SBB-Mediensprecherin Michèle Bamert nicht informiert werden konnten und so rund eine Stunde im Ungewissen waren. Meiner Meinung nach eine dürftige Erklärung, denn auch in meinen Zügen kam es schon vor, dass die Lautsprecheranlage nicht funktionierte. Da lief ich dann einfach durch den ganzen Zug und wiederholte die Ansage in jedem Wagen. Ob das in diesem Fall zuviel verlangt wäre vom Lokführer der S15, das auch so zu tun? Im Sinne der Kundeninformation wäre dies sicher keine schlechte Idee gewesen.

Vier weitere S-Bahn-Kompositionen mussten wegem dem stecken gebliebenen Zug über Zürich-Oerlikon umgeleitet werden. Dabei kam es zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten.